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mit den theuern Roßhaaren füttert man doch »nr die Mot-ten." Das Bett machte von weitem eine gute Miene;als ich es aber näher untersuchte, griff es sich sonderbaran. „Sic werden recht gesund darauf schlafen; sagte dieDame. Die Ausdünstung der Federn ist schädlich." —Kurz, das gerühmte Bett war — ein Lustbett vonstarkem Leder, mii cingcnähtcn hölzernen Röhren, durchdie cs, mittelst eines Blasebalgs, aufgeschwellt wurde. DieOeffnungen der Röhren waren durch Zapfen geschlossen.Ich zog einen heraus; der hohe Lnstbau sank platt zusam-men. „Gehorsamer Diener, Madame!"
Nro. 3. Mein Unstern führte mich wieder zu einerGeizigen. Kein Canapee, aber ein solides Bett. „SindSie gewohnt, auf dem Bette Mittagsruhe zu halten?" —„Nach advcnant; besonders da, wo kein Sopha vorhandenist." — „Gut, mein wcrthester Herr, so zahlen Sie dop-pelte Bcttmiethe." — „Warum das?" „Ich verleihe meineBette» bloß zur Nachtruhe, und lasse mir immereinen schriftlichen Revers ausstellen, daß man bei Tagekeinen Gebrauch davon machen will. Außerdem wird dop-pelt bezahlt." — „Gehorsamer Diener, Madame!"
Nro. 4. „Wer sind Sie? wie heißen Sie? was trei-ben Sie für Geschäfte? wie lange werden Sie sich hieraufhalten?" rief mir ein Dickbauch, ohne Berührung seinerNachtmütze, donnernd entgegen. Ho! ho! du Grobian,dacht' ich, du wärst ein Mann für meinen Papa! — undstumm zog ich mich zurück.
Nro. 5. Ein leidliches Zimmer, aber unleidliche Haus-genossen. Rechts ei» Waldhornbläscr; links eine Singe-schulc; im obern Stock ein öffentlicher Tanzboden; imErdgeschoß auf der einen Seite eine Schmiede; auf derandern eine Herberge voll betrunkener Handwerksgesellen.