Druckschrift 
4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
269
Einzelbild herunterladen
 

-<>D 269

stellt, wie wohl kein anderer vernünftiger Mensch ein Kü-chengericht fordern würde, und er, Referent, glaube dahernoch immer, der junge Herr habe Anfangs wirklich einböses Lüftchen gehabt, und sep nur nachher durch irgendeinen Umstand auf bessere Gedanken gebracht worden.

Die Kammerjungfer rapportirte das alles getreulich.Madame Tarantel erinnerte sich, daß ihr vor Kurzem imTheater, bei Vorstellung des Götz von Bcrlichingen, dieungewöhnliche Nebenbedeutung des oft erwähnten Wortesvorgekommen war. Sie suchte und fand die Stelle, ver-glich sie mit dem Wörterbuche, und war übrigens eben somißtrauisch, als Christoph, gegen den schuldlosen Junker.Aufrichtig entdeckte sie ihm, daß sie seinetwegen im Gast-hofe hatte nachforschen lassen, und erklärte zuletzt: er müssevor der Hand auf das Vergnügen, dem Fräulein von El-lerbach aufzuwartcn, Verzichters.Das liebe Mädchen istmir auf die Seele gebunden;" sagte sie.Ich muß dengestrigen Vorfall nach Bäreufels melden und von dortherweitere Anordnung erwarten."

Bestürzt empfahl sich Ortlieb und hinterlicß der feindli-chen Kammcrjungfer die Erndte der Steine, die er gesäcthatte.