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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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liche Ankunft melden, auch zugleich höflich anfragen, wenndu ihr des folgenden Tages auswarten könntest."

Gebler eilte mit dieser Botschaft fort. Sein staubigerMantel flog wie ei» Segel durch die Straßen um ihnher; denn er fand cs nicht für nöthig, sich zu der Sen-dung an Damen zu schmücken.

Kurz darauf kam ein tolpischer Hausknecht in JunkerOrtliebs Zimmer gestapft. Er strählte sich an der Thüreseine rothen Haare mit dem Halbmond' eines messingenenKammes, und fragte während dieser Arbeit, ob der jungeHerr etwas zu befehlen habe.

Besorgt mir einen Backfisch!" sprach Ortlieb mit leiserStimme; denn sein Vater hatte ihm anempfohlen, in derResidenz nie laut zu reden.

Einen Backfisch?" brüllte Christoph mit rohem Ge-lächter.

Ja doch!" lispelte der Junker.Schreit nur nicht so!Muß es denn das ganze Haus wissen, wozu ich Appetithabe?"

Der Hausknecht drohte scherzhaft mit dem Zeigefinger,als wollt' er sagen:Sic loser Schelm!"

So ging er fort. Indem sich aber Ortlieb noch überdes Tölpels Betragen wunderte, kam er wieder zurück undfragte lächelnd:Was wenden Sie denn ungefähr dran?"

O, mein Gott!" flüsterte der Junker etwas unwillig:Ein Backfisch wird doch wohl zu bezahlen sepn! Machtnur geschwind!"

Hat's denn so gar große Eile?" sagte der seltsameMensch, und stiefelte lachend die Treppe hinab.

Ortlieb konnte nicht begreifen, was der Kerl für Rau-pen in seinem struppigen Kopfe hatte. Darüber nachsin-