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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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nend, ging cr fast eine Viertelstunde lang in der Stubeauf und ab, und schrieb endlich in sein Tagebuch:Esgibt in der Residenz närrische Hausknechte."

Jetzt that sich die Thur plötzlich ans. Ein schlankes,freundliches, sauber gekleidetes Mädchen hüpfte munter insZimmer, und grüßte den staunenden Tagcbuchhalter wieeinen alten Bekannten. Dieser Erscheinung folgte Christoph,und nickte ihm hinter des Frauenzimmers Rücken vertrau-lich zu.

Ortlieb war äußerst verlegen. Er glaubte im ersten Schre-cken, seine Braut komme mit einem Besuch zuvor. Volldieses Gedankens, ging cr mit tiefen Verbeugungen aufdie junge Schöne zu, und wollte ihr die Hand küssen.Aber sic nahm die Huldigung nicht an, ungeachtet cr fastGewalt brauchte. Er trippelte bänglich vor ihr herum,bot ihr einen Stuhl, wollte sprechen, und wußte nicht,wie er die Unterhaltung eröffnen sollte. Endlich zog crsich, mit Angsttropfcn auf der Stirne, nach der Thür einesNebengemachs zurück, und winkte dem hämisch lachendenRothkopf. Sie gingen mit einander hinein.

Sagt mir um's Himmels willen, wer ist das Frauen-zimmer?" wisperte der Junker.

Nun, das ist der verlangte Backfisch!" war die Antwort.

O, spaßt jetzt nicht!" versetzte Ortlieb voll Aerger.»Ich frage nach dem Namen und Stand der Dame, diemit Euch kam."

Ja, wie sie heißt, das weiß ich nicht;" sagte der Haus-knecht.Und den Stand den darf ich Ihnen wohl nichterst nennen."

Ortlieb war über diese verkehrten Antworten ganz außersich. Er wollte eben den Wirrkopf bei den Ohren fassen