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Einundzwanzigstes Kapitel.
Der Leser erfährt den Inhalt des Briefes, mit welchem derZwerg im ersten Kapitel verschick! ward.
Herr von Ellerbach, mit des Lieutenants Geschäftsfüh-rung vollkommen zufrieden, erließ in den nächsten Tagenan seinen Vetter ein Antwortschreiben, worin er unterScherzen und Possen um Ortliebs Hand für Helenen warb.„Wir wechseln zwar auf diese Weise die Rollen;" schrieber: der junge Herr sollte sich um das Mädchen bemühen;aber heut zu Tage steht die Welt bei hundert andern Ge-legenheiten ans dem Kopfe, und man darf sich also ein6ui-> pro guo unbedenklich erlauben."
Dieses spaßhafte Schreiben machte auf die Gemütherin Runenstein einen ungleichen Eindruck. Arbogast, derimmer gern nach der alten Tabulatur handelte und jedesSpiel der verkehrten Welt mit Mißfallen ansah, fand eshöchst unschicklich, daß ein Vater für seine Tochter freite.Ueberdieß waren ihm alle Störungen seines stillen Hans-lebens verhaßt; er besorgte bei jedem neuen Verkehr mitMenschen, die nicht zu seiner täglichen Umgebung gehörten,Fallstricke und Fußangeln; und hauptsächlich war er ab-geneigt, sich mit seinem listigen und alles schlau berechnen-den Vetter in eine so wichtige Verhandlung einzulasscn.Darum fiel in dem darüber gehaltenen Familicnrathe seine