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Stimme verneinend aus. — Anders gesinnt war Mwina.„Lieber Mann!" sagte sie: „wenn unsers Sohnes Verhei-ratung so lange ausgesetzt bleiben soll, bis er oder wirdie ersten Schritte thnn, so lebt und stirbt er als Hage-stolz. — Ist es nicht dankenswert, daß man uns halbenWeges entgegen kommt? Und war' es etwas anders alsSteifheit und Eigensinn, dem alten Herkommen zu Liebeein gutes Erbieten ausznschlagcn?" — Ortlieb erklärtesich Anfangs weder für, noch gegen die Sache; aber dieMutter zog ihn unter vier Augen mit einem köstlichenStück Torte auf ihre Seite, und er ging stracks, als eres verzehrt hatte, zum Vater und sagte: „Papa, ich habeLust, Helenen zu heiraten."
So überstimmt, legte sich Arbogast, trotz seinem Wider-willen, zum Ziele. Herr von Ellerbach erhielt eine geneigteAntwort, deren wiederholte Verbesserung und Auspolierungnoch mehr als ein halbes Buch Papier kostete.
Nun entstand zwischen den Höfen zu Runenstein undBärcnfels ein starker Courierwechsel. Der letztere trugdarauf an: daß sich Junker Ortlieb auf einige Zeit indie Hauptstadt begebe, um seine noch dort in einer Pcn-sionsschule den weiblichen Künsten obliegende Braut ken-nen zu lernen und sich zugleich um ein Hofamt — wenig-stens um einen Hoftitel — zu bewerben. Arbogast, derden Hof und die Residenz als die gefährlichsten Eisbahnenfür einen junge» Erdenwaller ansah, schüttelte verdrießlichden Kopf. Es war eine herkulische Arbeit, seine Einwil-ligung in diesen Punkt zu erhalten: aber durch Klugheitund Geduld kam Alwina damit zu Stande, und der Zwerg,den wir im ersten Kapitel nach Bärenfels reiten sahn,brachte damals das zustimmende Ultimatum dahin.