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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Diese malerische Gruppe hätte auf den Herrn von Ru-nenstein, der sic hinter dem Fenstcrvorhang belauschte, denangenehmsten Eindruck gemacht, wäre ihm nicht seine Au-genlust durch Angst und Bcsorgniß, daß ihm der rüstigeKämpe den Fehdehandschuh hinwcrfcu möchte, verbittertworden. Ohne,Bewegung, wie ein steinernes Bild, saßder Ritter im Sattel und wartete ruhig auf Antwort;aber die muthigen Rosse stampften ungeduldig gegen dieErde und hieben und scharrten sie auf.Ich wollte, sieverschläng' euch und eure Reiter! murmelte Arbogast, alser sich satt gesehen hatte.

Doch durch Verwünschungen ward er den wunderbarenFremdling nicht los: er mußte Muth fassen, mit ihm zusprechen. Dazu entschloß er sich endlich; er schickte abernoch zuvor Ortlicbs Hofmeister (den er, als die angese-henste Person im Hause, dazu erkor, und gleichsam wieeine verlorene Schildwache vorausschob) hinab in den Hof,und ließ durch ihn den Ritter befragen, ob er in freund-lichen oder feindlichen Absichten gekommen seh.

In freundlichen, bei Ritterwort und Ehre!" war dieAntwort, die der Kundschafter empfing und wohlgemutstzurückbrachte.

Freier athmend, legte nun Arbogast schnell ein Feicrklcidan, begab sich mit seiner Familie ins Prunkzimmer, ließdie gesammte Dienerschaft nicht sowohl zur Pracht,als vielmehr zur Sicherheit in den Vorsaal zusammcn-rufcn, und fertigte sodann den Magister ab, den Ritterzur Audienz zu führen.