„Nnn, so sctzc dich künftig nicht so weich!" erwiedcrteder Vater. „Oder binde dir wenigstens, wenn du Tabakrauchst, die Pfeife fest an den Leib, daß sic nicht hcruntcr-sallen, zerbrechen und mich erschrecken kann."
Er stand auf, besah die Pfeife genau von oben bis un-ten, ob sie Schaden gelitten habe, forderte von Alwinenein Band, schlang es um das Rohr und unterrichtete sei-nen Sohn weitläuftig, wie er die daran geknüpfte'Band-schlcise an einen tüchtigen Rvckknopf hängen solle, um ruhigund ohne Gefahr zwischen Schlaf und Wachen rauchen zukönnen. „Das ist, Gott scy Dank, wieder abgemacht!"sprach er am Ende der Lcction. „Nun störe mich Niemandweiter!"
Er kehrte zum Betrugslericographen zurück und bemühtesich, den verlorenen Faden seines Geschreibes wieder zufinden. Es war nicht möglich; denn vor der Thür und -auf der Treppe entstand eben jetzt ein tolles Gelaus, undins Zimmer flog ein Bedienter mit der Meldung: cs halteunten im Schloßhose ein geharnischter und gewaffneterReiter, der sein Gesicht in eine Blechhaube versteckt habeund seinen Namen nicht nennen wolle, sondern unmittel-bar den Herrn von Runenstein zu sprechen verlange.
„Ein geharnischter und gewaffneter Reiter?" rief Arbo-gast bleich und starr. „Himmel! was will ein solcherMann hier? Ich muß ihn sehen, eh' ich mich entschließe,ihn vorzulassen."
Er eilte mit wankenden Knieen in ein Zimmer, auswelchem er die Aussicht in den Hof hatte, und staunenderblickt' er einen Ritter, der in voller glänzender Rüstungauf einem hohen Rosse saß. Hinter ihm hielt ein beritte-ner Schildknappe den Zügel eines Handpferdcs, das untereiner prächtigen Decke mit Waffen beladen schien.