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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
235
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Zwanzigstes Kapitel.

ES wird eine Rede gehnltcn, die eine», der Zuhörer Thräne»entlockt.

Der Ritter erschien mit noch geschlossenem Visir, ver-beugte sich tief, schob das Helmfcnster so weit zurück, daßer bequem heraussprechen konnte, und begann mit eineretwas gezwungenen hohlen Stimme folgende Rede:

Edler Ritter von Runenstein! Der Ritter vonEllerbach auf Bärcnfels entbietet Euch seinen Gruß,und gibt Euch mit Leidwesen zu vernehmen, wasgc-stalten die zwischen Euch und ihm aus Jrrsal entstan-dene Spaltung durch alle Freuden seines Lebens einenso gewaltigen Riß gemacht hat, daß sein Haar vorder Zeit ergraut, und ihn mählich der Gram in einenSchemen verwandelt. Er wünscht daher, bevor HansHolzmeier an seine Pforte pocht, jene alte Fehde be-endigt zu sehn und Eure versöhnte Freundschaft mitin jene Welt hinüberzunchmen. In dieser Wohlmei-nung hat er mich als Friedensbote» zu Euch entsandtund beauftragt, Euch allerhand Kleinode, die nochaus den ruhmvollen Tagen der alten deutschen Dcgen-heit herstammcn, als Merkmale seiner Liebe und Ach-tung zu überliefern."