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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
232
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Neunzehntes Kapitel.

Sin Blick in das stille Wohnzimmer der Familie von Runenstein.

An einem düster» Novembertage saß Herr von Runen-stein, mit der, Feder in der Hand, an seinem Schreibpulteund fertigte aus einem alten, ihm aber sehr schätzbarenBuche ans Höens Betrugs-Lericon einenTaschcnauszug, um ihn, als ein Gegengift wider Bevor-theilung aller Art, immer bei sich zu führen. Alwina nähteschweigend am Fenster, und legte die Schcere, so oft fiesolche gebraucht hatte, mit zarter Behutsamkeit wieder aufden Tisch, damit ihr Gemahl ja nicht durch das geringsteGeräusch in seinem Fleiße gestört werden sollte. Wenigervorsichtig war Junker Ortlieb. Er trieb aus dem Cana-pee zwar auch ein stilles Geschäft: er rauchte Tabak; aberer schlief allmählig darüber ein, das Pfeifenrohr fiel ihmaus der Hand, und ein daran befestigter meerschaumenerKopf von ansehnlicher Größe und Schwere polterte niederauf die Dielen.

Arbogast machte vor Schrecken einen Tintenklecks aufsein Manuskript, sah sich finster um und fragte:Wasgibt's?"

Ich bin wie behext;" sagte Ortlieb und rieb sich dieAugen.Sobald ich mich auf's Canapee setze, überfälltmich der Schlaf."