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Einkünftc seiner verpachteten Hufe größten Thcils auf denUnterhalt eines Rosinanten *, der ihn von einem Rittersitzezum andern trug, und es gern that, weil auch er an fremdenKrippen besser als in der Heimath bewirthet wurde. UnserLieutenant war, wegen seiner guten Gcsellschaftsgaben undbescheidenen Fügsamkeit in die Gemüthsart aller seiner Be-kannten, überall angenehm und willkommen. Fing manirgendwo an, ihn mit Kälte zu behandeln, so zog er, wieein Strichvogel, in eine wärmere Gegend.
Bei diesen Kreuz - und Querzügen geschah es denn oft,daß er von dem und jenem, besonders von neugierigenDamen, über die inncrn Verhältnisse der Häuser, wo erein- und ausritt, und sogar über die in denselben geführ-ten Gespräche befragt ward. Aber in solchen Fällen be-nahm er sich wacker und weltklüg, und überhaupt so, wiees jedem tüchtigen Manne ziemt und gebührt. Weit ent-fernt, durch Ausplaudcrci um freundliche Gesichter zu buh-len, schützte er sich gegen Gcheimnißforscher mit dem Schildeder Unwissenheit. Verlangte man, er solle die Tischredenseiner Gastfrcundc vcrrathcn, so konnte er freilich wederseine Ohren vcrläugncn, noch vergeben, cs würden anjenen Orten stumme Gastmahlc gehalten; er mußte, umdie Frager nicht zu beleidigen, irgend etwas bekennen:aber zu diesen Zwangopfcrn der Höflichkeit wählte er immerdie gleichgültigsten Dinge, aus welchen sich kein Gift sau-gen ließ. Afterreden, die in seiner Gegenwart über Ab-wesende geführt wurden, trug er um keinen Preis hin undher; nur für das Gute, das man von einander sagte, warer ein williges Sprachrohr, und dichtete mitunter sogar
* Mo» spricht und schreibt gewöhnlich, „die Nostnante;«über es ist falsch, weil Don Quixvte'S berühmter Gaul,der Stammvater aller Nosinanten, ein Hengst war.
Langbein'S fämnitl. Schr. VIII. Bd. 15