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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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etwas Angenehmes Hinz», wenn cs darauf ankam, ent-zweite Familien wieder zn vereinen.

Ein so löblicher Zuträger war er seit vielen Jahrenzwischen den Häusern Runenstein und Bärenfcls: dennauch jene ferne Gegend gehörte zum Sprengel seiner Gast-rittc. Er besuchte sie gewöhnlich im Sommer, und be-zog, wenn der Herbst die Wälder entlaubte, sein altesWinterquartier mit einer reichen Beute guter Neuigkeitenund freundschaftlicher Briefchen und Gruße, die er an dengehörigen Orten vertheilte.

Hätte er sich aber auch mit dem Speditionshandcl bösenLeumunds befaßt: er wäre doch durch jene beiden Häuserwenig beschäftiget worden. Die Flamme ihrer Feindschaftloderte jetzt nicht mehr hell; cs glimmten nur noch Funkenunter der Asche. Herr von Runenstein konnte zwar denMann, den er für den Räuber seines Erstgebornen hielt,unmöglich lieben: aber er haßte ihn immer weniger, jemchrdie Nebelgestatt des ihm vor vier und zwanzig Jahrenentrissenen Sohnes in den dunkeln Hintergrund der Ver-gangenheit zurück trat, und jemchr sich ihm Ortlieb durchsein gesetztes und spießbürgerliches Wesen (das andern Leu-ten an einem so jungen Manne eine höchst alberne Kal-mäuserei dünkte) werth und angenehm machte.

Arbogast war überhaupt zu vorsichtig, von jemand Uebelszu reden, und sich dadurch der Gefahr einer Jnjurienklagebloszustcllen. Auch Alwina erlaubte sich über niemand einunglimpfliches Urtheil: es ward also in Runenstein vonder erbverbrüderten Familie in Bärenfels entweder garnicht oder unverfänglich gesprochen.

Ellerbach hielt freilich in frühem Jahren seine Zungenicht so schonend im Zaume; da er aber in der Folge vonseinem Vetter nichts weiter sah und hörte, so ward er es