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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Nach einer viertelstündigen Beratschlagung mit seinerGemahlin rief Herr von Runenstein den Gerngroß wiederins Zimmer.

Wir sind entschlossen," sprach er,hundert Ducatenfür Ihn zu zahlen, wenn er sich mit der Stelle und dengewöhnlichen Einkünften eines Kammerdieners begnügenwill."

»Ich stehe mit Freuden zu Befehl," antwortete Zachäus.

Aber noch eine Frage!" fuhr Herr von Runensteinfort.Ist Er, der in alle Sättel gerecht zu sehn vor-gibt, auch im Pferdesattcl zu Hause? Das heißt: kann Erreiten?"

Diese Kunst war dem Zwerge nicht fremd, aber verhaßt,weil sich in früher» Zeiten manches Roß das Vergnügengemacht hatte, den fast schenkcllosen Reiter abzuwerfen,und er überhaupt bei jedem Ritt allerlei Unbequemlichkei-ten empfand. Er stutzte daher bei jener Frage, faßte sichjedoch schnell und antwortete:Ich gestehe, gnädiger Herr,daß ich Alexanders Bucephalus kaum gebändigt haben würde;doch einen lenksamen Klepper weiß ich recht gut zu re-gieren."

Mehr bedarf cs nicht;" sagte Herr von Runenstein.Ichwerde Ihn bisweilen zu meinem Dcpeschcnreiter brauchen."

Der Italiener oder was er sonst für ein Landsmannwar erhielt nun seine hundert Ducaten, lieferte dage-gen die Leibverschreibung aus, fuhr mit seinen Affen vondannen, und nahm von dem Zwerglein so wenig Abschied,als wär's eine todte Waare gewesen, die er verkauft hätte.

Hier schließt sich die Episode vom kleinen Zachäus, unddie Hauptgeschichte beginnt wieder.