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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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ters. Auf der Universität, wohin mich mein Vater sandte,damit ich einst in seine Fnßstapfcn treten sollte, gewannmeine Thorheit ein freieres Feld zu merkwürdiger» Tha-tcn. Ich machte einen Ungeheuern Aufwand, hielt Rcit-und Wagenpferde, hatte eine fürstliche Garderobe von ge-stickten und gallonirten Kleidern, gefiel mir aber am bestenin bunten, kecken, soldatischen Trachten, die mit meinerFigur auf die seltsamste Weise im Widerspruch standenund mich dem öffentlichen Gelächter aussetztcn. Doch daskümmerte mich nicht. Ich erregte Aufsehen, und das warmein Ziel.

So trieb ich'S zwei Jahre und lernte nichts. Anstattder Hörsäle besucht' ich Kaffeehäuser und machte schonenDamen den Hof. Sie verlachten mich wegen meiner Klein-heit; aber die großen Geschenke, die ich ihnen darbrachte,ließen sie sich in Gnaden gefallen.

Einst befand ich mich, nebst mehrcrn angesehenen Män-nern, in einer zahlreichen Gesellschaft muthwilligcr Frauenund Mädchen. Sie waren sehr aufgelegt, sich über michlustig zu machen. Ich ertrug das ein Weilchen; da miraber ihre Ausgelassenheit nach und nach lästig fiel, verließich den Kreis der Spötterinnen und verfügte mich in einNebenzimmer zu den Männern, die sich, bei einer PfeifeTabak, mit gelehrten Gesprächen unterhielten. Hier setzteich mich auf ein Sopha und schlief ein. Plötzlich wardich aufgerifscn; ein junger, starker Maulaffe hielt mich anden Armen hoch empor und schrie: wer kauft ei» lebendi-ges Nadelkissen! Die Damen, mit Lichtern in den Hän-den, standen um mich her, beleuchteten meine Beine, undlachten sich aus dem Athcm. Das hämische Völkchen warnämlich dahinter gekommen, daß ich mit künstlich ansge-polstertcn Waden prangte, und hatte, während ich schlief,