-oZ> 196
begann mit dem Hofmeister einen Wcttlauf, um den toll-kühnen Springinsfeld vor Unfällen zu bewahre». Aberbevor sie ihn erreichten, stand er schon am Wagen underhob ein Zetergeschrei, weil ihm einer der Affen den Hutvom Kopfe riß und der andere die Haare zersaus'te. VaterRunenstein, der diese Feindseligkeiten in einer Entfernungvon hundert Schritten sah, schrie noch gräßlicher als Ort-lieb , und stürzte über Stock und Stein ihm zu Hülfe.Doch schon vor seiner Ankunft vermittelte des EselstreibersPeitsche den Frieden.
Athemlos schloß Arbogast den geliebten Sohn in dieArme und fragte ängstlich, ob er verwundet scp. Ortliebantwortete mit einem tröstlichen Nein; dennoch setzte Jenerden Fremdling hitzig zur Rede: wie er sich unterfangenkönne, mit so gefährlichen Thieren die Landstraße unsicherzu machen.
„O, niks gefährlik, Ercellenz!" erwicderte der Affcn-wärter mit entblößtem Haupte. „Sie spaße nur, diekleine Sapaju's."
„Der Henker hol' ihren Spaß!" zürnte die neugeschaffencErcellenz. „Und was steckt denn in diesem Ääfich? Wahr-scheinlich ein grimmiges Raubthier, das sich über kurz oderlang in Freiheit setzen und Menschen zerreißen wird."
Und indem er das sagte, entstand ein Teufelslärm imKasten, und erschüttert ihn so gewaltig, daß er vom Wagenzu stürzen drohte. Arbogast und seine Gefährten ergriffenmit Entsetzen die Flucht. Ihnen folgte ein Gelächter ausdem Kasten, und der Eseltreiber, der sie in seinem gebro-chenen Deutsch flehentlich bat, sich nicht zu fürchten: dennder Rumorgeist sey kein wildes Thier, sondern ein zahmerMensch, der wegen seiner außerordentlichen Kleinheit fürGeld gezeigt werde. Ihnen aber — setzte der höfliche