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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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schen Hofschranzen zn vertheidigen? Kannst du noch zwei-feln, daß der Raub unsers Kindes sein Werk sep?"

Sie hatte nicht Muth, Ja oder Nein zu sagen. DieBemerkung, daß ihr Rath, das Kind zu Hause zu lassen,in jedem Falle der bessere gewesen sep, schwebte ihr aufder Zunge; aber sie verschonte den trostlosen Vater desverlorenen Sohnes mit diesem Vorwürfe, der auch schwer-lich seine Ohren erreicht hätte: denn er stürzte schon, ohneErwartung ihrer Antwort, die Treppe hinab, um denverdächtigen Erbbruder aufzusuchen und sein Kind vonihm zurückzufordern.

Er rannte nach dem Gasthause, wo er ihn am Fenstergesehen hatte, und stürmte mit der Frage:Ist Herr vonEllerbach hier?" in den Hof. Seine donnernde Stimmeversammelte sogleich den Wirth und die Aufwärter umihn her. Sie berichteten ihm: Herr von Ellerbach sepvor einer Stunde mit Sack und Pack abgereiset.

O, das könnt' ich denken!" rief er mit Zähnknirschen.Führte er nicht ein Kind und eine fremde junge Weibs-person mit sich fort?"

Das haben wir nicht gesehen;" antworteten alle.

War er kurz vor seiner Abreise zu Hause, oder warer ausgegangcn?"

Ausgegangen;" war die Antwort.Er kam, nach ei-ner Abwesenheit von mehrcrn Stunden, schnell wiederheim und gab Befehl zur Abreise. Wir und seine Dome-stiken erstaunten über diesen unerwarteten Aufbruch, weiler vorher Willens gewesen war, länger hier zu bleibenund seine Zimmer noch auf eine ganze Woche gemiethethatte."

Das alles paßt ganz vortrefflich!" rief Herr von Ru-nenstein, und eilte so geschwind hinweg, als er gekom-men war.