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Aber je näher Herr von Runenstein der Mcßstadt kam, jebanger schlug ihm das Herz. Er quälte sich auf der gan-zen letzten Station mit Bedenklichkeiten über die Wahl desHauses, wo er abtreten wollte. Unaufhörlich hielt er die Listeder Gasthöfe in der Hand, und las mehr als hundcrmalihre Namen. Keiner gefiel ihm, ohne daß er davon einenGrund anzugebcn wußte. Er kannte weder des einen nochdes andern innere Beschaffenheit oder Lage. Am Endeentschied er sich für ein Wirthshaus, der goldene Helmgenannt, blos deswegen, weil er, um Helme cinzukaufcn,zur Messe reiste.
Es war für ihn noch Raum in der Herberge; doch dererste Blick aus dem Fenster machte ihm sein Quartier ver-haßt: denn er bemerkte in einem Gasthofe gegenüber dieerbvcrbrüderte Familie vom Schlosse Bärenfels, die seitdem Hintritt ihres Söhnlcins mit ihm schmollte. Er zogsich schnell, aber vergebens zurück. Herr von Ellerbachsah ihn durch seine Lorgnette und warf unzählige Kuß-hände in den goldenen Helm hinüber. Ihnen folgte blitz-geschwind der Läufer und meldete seinen Herrn. Arbogastwar unschlüssig, ob er den unbequemen Besuch in diesemAugenblicke annchmcn wolle oder nicht; doch indem er denZeigefinger an die Nase legte, um mit sich darüber zu be-rathschlagen, stand schon Herr von Ellerbach mit höfischerFreundlichkeit vor ihm. Umarmungen über Umarmungen!Hinterher aber auch Katzcnhicbe. „Auf Ehre, lieber Ru-nenstein," sagte der Höfling, „man glaubt cs kaum seinenAugen, daß Sie auf der Messe sind. Es scheint, Sie wol-len den alten Menschen ganz auszichn. Sic thun recht!Man kann mehr als gewöhnlich aufgehcn lassen, wenn manso glänzende Erbfolgsausfichten vor sich hat, wie Sie!"
„Daran denk' ich nicht;" erwiederte Arbogast. „Ich