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gesehensten seiner Diener ernannte er zum einstweiligenSchloßcommandanten, stellte ihn in dieser Würde den üb-rigen vor, und hielt bei dieser feierlichen Handlung einelange kraftvolle Rede. Indessen mußte der Postzug, derschon seit sechs Stunden vor der Thüre zur Abfahrt bereitstand, in den Stall znrückgeführt und gefüttert werden.Auch Herr von Runenstein verzehrte noch in vollen Rei-sekleidern ein flüchtiges Mittagsmahl, das er in einer Fernevon vier Meilen hatte einnehmen wollen. Dann that erden Dieben, die ihn etwa während seiner Abwesenheitheimsuchen könnten, den Possen, daß er jedes seiner zehnZimmer durch eiserne Riegel und zwei künstliche Vorhänge-schlösser zu einer unüberwindlichen Festung machte; undals nun unter allen diesen Geschäften die vierte Nachmit-tagsstunde herangekommen war, begab er sich endlich dieTreppe hinab und bestieg mit seiner Gemahlin und Chri-stinen, die den kleinen Junker auf den Armen hatte, denWagen.
Aber indem schon der Postillon die Peitsche erhob, umdas Viergespann in Trab zu setzen, rief Herr von Ru-nenstein ängstlich: „Halt!" Er sah nach der Uhr und nachdem Stande der Sonne, und erklärte: es sey nun zurAbreise zu spät. Alwina erstaunte und stellte ihm vor:ein Nachtlager müsse doch einmal (da er seinen Pferdennicht mehr als höchstens fünf oder sechs Meilen in vierund zwanzig Stunden zumuthete) an diesem oder demfolgenden Tage unter Weges Statt finden, und es lassesich heute viel angenehmer in einer namhaften, bequemerreichbaren Stadt, als morgen in einem Dorfe halten.„Das mag seyn," sprach er: „cs ist aber wider alle Re-geln der Klugheit und Ordnung, der cinbrechenden Nachtentgegen zu reisen." — „Lieber Arbogast," versetzte Alwina,
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