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Sechstes Kapitel.
Große Vorbereitungen zur Neise. — Ein lehrreicher Unfallunter Weges. — Ankunft in der Meßstadt.
Der eheliche Streit, den wir im vierten Kapitel unaus-gemacht verließen, endigte sich mit der Uebcreinkunft, daßder junge Erbherr von Runenstein sammt seiner Wär-terin mit zur Messe reisen solle. Der behutsame Vaterglaubte, das geliebte Kind auf diese Art vor allen widri-gen Begegnisskn sicher zu stellen. Alwin« besorgte geradedas Gegenthcil; doch sie gab nach. Wir werden sehen,wer Recht hatte.
Sobald die Reise fest beschlossen war, bestellte Herr vonRunenstein sein Haus, als wollte er sich nach Westindiencinschiffen. Er machte sein Testament und verbrannte allenicht mehr brauchbare Papiere; sogar Waschzettel, Neu-jahrswünsche, Preiscouranten und leere Briefhülsen, derenunschuldigen Kern das Feuer schon vor vielen Jahren ver-zehrt hatte. Dieses lluw <1» ko dauerte bei verschlossenenThürcn bis nach Mitternacht; und auch dann ließ ihn dieSorge, daß noch irgendwo ein gefährllches Blatt verstecktsepn konnte, kein Auge schließen.
Mit Anbruch des Tages stand er auf und schrieb fürjeden seiner Hausbedientcn, der im Schlosse zurückblieb,einen bcsondern Verhaltungsbefehl. Den ältesten und an-