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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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Arbogasts Heirath war ihm höchst unangenehm. Nachseinen Wünschen sollte sein Vetter, dessen nächster Ver-wandter er war, unvermählt bleiben und vom Schauplatzder Welt zeitig abtrcten, um die Vermählung der GüterRunenstein und Bärenfels zu befördern. Diese heitere Aus-sicht verdunkelte Alwina, und Ellerbachs stechende Zungenahm dafür Rache. Uncrmüdet witzelte er über Alwina'sReizlosigkeit; doch ihr gegenüber war er ihr feurigsterLobredner, ihr zärtlicher Freund. Er hatte bisher die Rolleeines Eheverächters gespielt, um seinen Vetter zur Nach-ahmung zu reizen; da aber diese List ihres Zwecks ver-fehlte und er der Familie Runenstein den einst möglichenAnfall des Gutes Bärcnfels mißgönnte, so eilte auch erzum Traualtäre, und führte eine junge Gräfin von vor-züglicher Schönheit dahin. Arbogast, den dieser Triumphdemüthigen sollte, sah ihn mit Gleichgültigkeit an und em-pfand nicht den geringsten Neid darüber. Herr von Eller-bach war auch in der That nicht zu beneiden. Er hatte,um ein glänzendes Bündniß zu schließen, einen Mißgriffgethan, den er bald im Stillen bereute. Seine Gemahlinwar eben so herrschsüchtig und zur Verschwendung geneigt,als die gute Arwina sanft und haushältig war.

Uebrigens ließ er die Hoffnung auf den künftigen Besitzdes Gutes Runenstein noch nicht sinken. Arbogast undAlwina waren Sterbliche; sie konnten ja, wenn das Glückdem Herrn von Ellerbach wohlwollte, bald und schnellhinter einander zu Grabe getragen werden. Aber sie konn-ten freilich auch vorher ein Testament zum Vortheil frem-der Personen errichten , und dem Herrn von Ellerbach, dernicht ihr Notherbe war, keine Hand voll Stroh hinterlas-sen. Er hatte nur dann etwas zu erwarten, wenn dieFamilie Runenstein ohne Vermächtniß ausstarb, oder ihn