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Drittes Kapitel»
Die Familie van Ellerbach. — Der Einsiedler und der Welt'mann. — Die Erbderbrüderung.
Um dieselbe Zeit, als Arbogast seine Braut heimführte,vermählte sich auch Herr von Ellerbach auf Bäreufels, dersonst in allen Stücken ein Gegenfüßler seines Vetters Ru-nenstein war. Sie wichen in ihrer Denkart und Lebens-weise himmelweit von einander ab; übrigens standen siedamals auf einem so freundschaftlichen Fuße, als es sichmit dem Herrn von Ellerbach stehen ließ. Er hatte schonin seinem zwölften Jahre als Edelknabe am Hofe gelebt,hatte seitdem den Verkehr mit der großen Welt ununter-brochen fortgesetzt, und sich in diesen Verhältnissen mehrFeinheit und Geschmeidigkeit, als der Einsiedler auf demSchlosse Runenstein besitzen konnte, zu eigen gemacht; aberein besserer Mann war er nicht. Die Schleifmühle desHofes und der großen Welt hatte, bei Glättung seinerAußenseite, auch sein Inneres berührt, und einige zarteDestandtheile der deutschen Redlichkeit davon weggeschliffen.Er kitzelte jedermanns Ohren mit den verbindlichsten Wor-ten; doch hinter dem Rücken der Geschmeichelten machte ersie zum Ziele seiner Spöttereien, oder schmähte sie ernst-haft, wenn sie den Planen und Bestrebungen seiner Selbst-sucht auf die unschuldigste Weise im Wege standen.