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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Gelbschnabel in der nächsten großen Stadt, wo er stch ei-nige Wochen aufhielt. Er gerieth in die Bekanntschaft ei-ner reizenden Phrpne, die dem Vogelleim glich, weil jeder,der sich ihr nahte, Federn lassen mußte. Auch unfern jun-gen Gimpel beraubte sie der goldncn Schwingen, die ihnnoch hundert Meilen weiter tragen sollten. Er kehrte ver-drießlich in den heimischen Wald zurück und that ein Ge-lübde , sich von nun an so wenig als seine Väter darauszu entfernen.

Jenes unglückliche Abenteuer legte in seine Seele denersten Keim der sonderbaren Vorsichtigkeit, durch die er sichin der Folge auszeichnete unv mitunter lächerlich machte.Er beschloß vor allen Dingen, der Lcimruthe weiblicherSchönheit aus dem Wege zu gehen, und sogar bei derWahl einer Gattin, die er als wirthliche Gehülfin nichtentbehren konnte, diesen Grundsatz in Anwendung zu brin-gen. Ein Entschluß, der mehr Lob als Tadel verdient.Träten nur alle Männer, die von treulosen oder übermü-thigen Schönen hintergangen und verächtlich behandeltwurden, in seine Fußstapfen! Dann käme manches guteMädchen, das die Schuld der Natur durch Ehelosigkeit büßt,unter die Haube, und es gäbe sicher mehr gleichgestimmteund zufriedene Paare, als jetzt, da nur Schönheit mitAusnahme des magnetischen Goldes die Schaaren derFreier an sich zieht, aber hinter dem Altäre gern mit ho-hen Ansprüchen und schlimmen Launen hervvrtritt.

Schönheit gleichet oft dem bunten SchildeEines GaftwirthS, der die Gäste schnellt:

Häßlichkeit oft einem MeisterbildeHohen WertheS, nur von Staub entstellt.