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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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mehr Sorgen verursachten ihm die Tapeten von gemaltemund vergoldetem Leder, die seit einigen Menschenaltcrn desSchlosses Wände bekleideten, aber, dieses langen Dienstesüberdrüssig, hie und da Miene machten, ihre Posten zuverlassen. Er wandte auf ihre Pflege so viele Kosten, daßer dafür Stellvertreter nach dem neuesten Geschmack habenkonntet doch jede gangbare Mode war ihm verhaßt. Erbediente sich noch eines der Ungeheuern Riesenbetten, inwelchen unsere Altväter mit Weib und Kind und Hundenund Katzen schliefen. Die Oefen in seinen Zimmern hat-ten die Größe kleiner Häuser; und wer seine Tische, dieauf Elcphantenbeinen ruhten, und seine Lehnstühle, worinsich zwei Dickbäuche gemächlich neben einander vertragenkonnten, von der Stelle bewegen wollte, durfte wahrlichkein Schwächling sepn. '

Alle seine Vorfahren hatten auf der Burg Runensteindas Licht der Welt erblickt, und auch dort, nach einemruhigen Pflanzenlcben, das Zeitliche gesegnet. Unbekannt-schaft mit der Welt war die forterbende Eigcnthümlichkcitdieser Familie. Nur Arbogast machte davon eine Aus-nahme. Er verlor, als er zwei und zwanzig Jahre altwar, in einem kurzen Zeiträume Vater und Mutter. Dieseplötzlichen Todesfälle verödeten ihm auf eine unerträglicheWeise sein Schloß. Ein nachbarlicher Freund, der sich ineinem ähnlichen Falle durch Reisen aufgeheitert hatte, riethihm ein Gleiches zu thuu, und malte ihm die Welt jenscitdes Waldes mit den lieblichsten Farben. Arbogast gabnach zahllosen Bedenklichkeiten dem freundschaftlichen NathcGehör und verließ die engen Gränzcn der Heimath, umDeutschlands merkwürdigste Provinzen zu bereisen. Aberwie sich ein junger Vogel, der aus dem Neste flattert,leicht fangen läßt: so erging's auch dem erfahrungslosen