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Zweites Kapitel.
Jugenkjahre und Eigenheiten des H>err„ von Runenstein. —Lob der Häßlichkeit.
Die Gesandtschaft nach Bärcnfels betraf eine Vermäh-lung. Es läßt sich aber jetzt noch nicht bequem davonsprechen. Der Leser muß vorher mit einigen Hauptperso-nen dieser Geschichte bekannt werden.
Herr Arbogast von Runenstein, ein etwas langsamerund unbehüiflicher Mann von starkem Gliederbau, war eingesunder und wohlerhaltener Fünfziger: betrachtete manaber seine altfränkischen Sltten, Gebräuche und Hausge-räthe, so schien er hundert Jahre älter zu sepn, oder garnoch aus der Nitterzeit herzustammcn. Ein so hohes Al-ter drückte seine Burg. Sie war in den letzten Zeiten desFaust- und Kolbenrechts erbaut, und seine Ahnherren, dievon Anbeginn darin hausten, hatten nichts daran verän-dert, sondern waren ihr nur in den äußersten Nothfällenmit Ausbesserungen zu Hülfe gekommen. Arbogast folgteihrem Beispiele. Jever Stein seines golhischcn Stamm-hauses war ihm heilig. Auch die Eingeweide desselben ent-riß er mit möglichster Vorsicht dem Zahne der Zeit. DieHolzwürmer in den Thüren und Fenstern waren keinenAugenblick vor ihm sicher. Er mauerte sie gleichsam leben-dig ein, indem er ihre Höhlen mit Wachs verstopfte. Noch
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