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Er wartete jetzt im Vorgcmach auf den Nuf der herrschaft-lichen Klingel und sang indessen:
Herrlich lebt sich'S l,icr im Haine!
Seine meileulnngeu ArmeSchuhen vvr der Thvrheit SchwarmeDieses alte Felsennest.
Hirsche, Neh' und wilde SchweineSind mir liebere Gesellen,
Als das Volk, das seine SchellenIn den Städten klingen laßt.
„Schweig, oder ich zerschlage dir deinen Poetenkasten!"rief Herr von Runenstein, der in einem anstoßenden Zim-mer den Sänger behorcht hatte, und plötzlich, mit einemdreifach versiegelten Briefe in der Hand, heranstrat.
Tritt, nicht gewohnt, sich vor seinem Herrn zu fürchten,fragte keck, warum er so hart angclasscn werde.
„Darum, weil es eine gefährliche Unbesonnenheit ist,irgend ein Glück, das man besitzt, an die große Glockezu schlagen. Der Neid erwacht, die Arglist trachtet nachBeute — kurz, man ist dann am längsten glücklich ge-wesen."
„Beruhigen sich Ew. Gnaden!" versetzte der Zwerg mitHohnlächeln. „Ich sang zwischen tauben Wänden, und hätt'ich auch mein Liedchen auf den Marktplätzen der Hauptstadterschallen lassen, so würde ich allenfalls rechts und linksOhrfeigen bekommen, aber cs fiele der dort seßhaften Nar-rcnzunst gewiß nicht ein, ihre lustige Schlaraffenwelt zuverlassen und sich in nnscrm öden Walde anzusicdeln."
„Dem sep, wie ihm wolle!" sagte Herr von Runenstein.„Besser bewahrt, als beklagt! Das ist mein Grundsatz, unddagegen mucke man nicht!"