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Aber Geld mag ich nicht; das kannst Du wohl denken.Ich erwarte einen viel schönern Lohn. Der Bischof, denwein Vater wie einen Gott verehrt, soll bei ihm unserFürsprecher werden und es durchsetzen, daß wir einanderje eher je lieber hcirathen können. Geh also zu Sr.Hochwürden und sag' ihm frank und frei, daß ich mir dieseGabe von ihm ausbitte. Ich habe sie redlich um ihn ver-dient: denn was würde sich der alte Herr geärgert haben,wenn ihm die Zieraffen, die Nonnen, sein Kleidungsstückunverbcfsert und mit einem schnöden Complimente zurück-gesandt hätten. Ja, wahrlich! das wäre geschehen, wennich mich nicht aus gutem Herzen ins Mittel geschlagenhätte. Das alles stelle dem Bischof vor, und sag' ihmnoch überdicß: er möge mir auch darum wieder aus demKloster heraus helfen, weil ich weltlich gesinntes Wesendarin nichts nütze ftp. —
Zieh Deinen besten grünen Rock an, lieber Anton, wennDu zum Bischof gehst, und versäume keinen Augenblick,das warme Eise» zu schmieden.
Treu bis in den Tod
Deine
Antonie.
Der Bischof lachte herzlich über diesen Brief und be-schloß sogleich, des Mädchens Wunsch zu erfüllen. Er fuhrins Kloster, entschuldigte das possirliche Mißverständnißbei der Aebtissin, und verlangte dann Antonien unter vierAugen zu sprechen.
Zagend und erröthend erschien sie. Bonifacius, der demFrauengcschlechte nicht abhold war, fand sie schöner, als ersich vorgestellt hatte. Dadurch vollends bestochen, spracher sehr freundlich mit ihr und bedankte sich für ihre Dienst-fcrtigkeit. Daraus ward ihr klar, daß er ihren offenherzk-