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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Lächelnd besah der Bischof des Körbchens zartes Geflecht,und rief aus:Hätt' ich doch den Kardinalshut eben sosicher, als dieß Klosterarbcit ist! Seht, Ihr Herren, wieich bei meinen geistlichen Nachbarinnen in gutem Andenkenstehe! Und das Körbchen ist schwer; cs liegt gewißnoch eine erfreuliche Gabe unter der Blumcnhüllc ver-borgen."

Er kramte die Blumen heraus, und stieß bald auf einenfesten Körper, der in feines, mit Nadeln zusammengcstcckteSPapier «ungeschlagen war. Triumphircnd zeigte er dasPäckchen der Gesellschaft und federte sie auf, den Inhaltzu errathcn. Die Gäste uberboten sich in schmeichelhaftenWeissagungen. Jeder prophezeite etwas Schöneres, alssein Vorgänger. Nachdem sie nun sämmtlich des NäthselsLösung versucht hatten, riß der Bischof den papierncnMantel ab, und seine alten Beinkleider fielen ihm indie Hand.

Er erschrack, als hätte er eine Schlange unter Blumengefunden, und das ungeheure Gelächter der Tafelrundeließ ihn lange nicht dazu kommen, den hinter ihm stehen-den und mitlachcnden Dümmling über die Bewandtnißder Sache zur Rede zu stellen. Als er endlich mit ange-strengter Stimme durchdringcn konnte, ward das Mißver-ständniß mit wenigen Worten klar, und der lachende Chorfiel stärker ein, als vorher.

In der Frühe des nächsten Tages ließ sich der Bischofankleidcn, um ins Kloster zu fahren und die Dummheitseines Dieners bei der Vorsteherin zu entschuldigen. Erhatte die in Rede steh »den Unterkleider angezogcn, weiler durch unverzüglichen Gebrauch derselben dem Klostergewisser Maßen eine Ehre zu erzeigen glaubte. Als erreisefertig war und noch in eine Tasche derselben eine