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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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Dic Nonnen lachten und flüsterten einander spöttischeUrtheile über Antonien zn, als sie ganz unbefangen dieBeinkleider unter den Arm nahm und damit in ihre Zelleging. Die Arbeit, welche das ganze Kloster in Aufruhrgesetzt hatte, war höchst unbedeutend und in fünf Minutenvollbracht. Aber die fleißige Näherin eilte nicht mit derUcbergabe, sondern zog ihr hinter dem Bette verborgenesSchreibczeug hervor, um während der Zeit, da des BischofsNicderklcid (mit Luther zu reden) alle Besuche von ihrverscheuchte, ein Briefchen an ihren Anton zu Standezu bringen. Sic schrieb mit fliegender Feder, und wareben am Schluß, als sich auf dem Gange vor ihrer Zelleder wohlbekannte schlürfende Schritt der alten Dominavernehmen ließ, und immer näher und näher schlappte.Himmel! sic kommt zu mir! dachte Antonic; und in derAngst nicht wissend, wo sie das Süßbriefchcn (Littet ckoux)verstecken sollte, schob sie cs in eine Tasche der Beinkleider,nahm diese wieder vor sich, als ob sic daran noch vielmit der Nadel zu schaffen hätte.

Die Aebtissiu trat herein und fragte:Bist du fertig,mein Kind?"

Noch nicht ganz, hochwürdige Frau!" sagte Antoniezitternd.

Ei, du Faulenzen»!" rief die Domina, und beugte sich,mit der Brille vor den Augen, auf die Sammthosen hinab.Als sie nun die offen gewesene Naht wieder geschloffenfand, sagte sie lachend:Du hast wohl im Schlafe genäht,daß du's nicht weißt? Es ist ja gethan, was zu thun war."

Die Hauptsache wohl;" versetzte das erschrockene Mäd-chen :es gibt aber noch einige lockere Knöpfe."

Wir sind nicht berufen, diese zu befestigen," sprach dieAebtissiu-Wer gar zu dienstfertig ist, dem wird immer