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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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mit Einschluß der Aebtissin, fand es zwar räthlich: denBischof gegen das Kloster nicht zn erzürnen; aber jede, diedieses Gutachten aussprach, erklärte zugleich, daß sie sichnni keinen Preis entschließen wurde, ihm durch Ausbesse-rung seines schadhaften Eigenthums gefällig zu fcpn. Nachlangen vergeblichen Unterhandlungen kam die Acbtissin aufden Einfall: einer jungen Novize, Namens Antonic,die man, weil sie noch in der Mitte ihres Probejahrsstand, nicht zur Bcrathung gezogen hatte, das Geschäftanzutragcn.

Antonie war die Tochter eines reichen Mannes, der«in großes bischöfliches Gut in Pacht hatte. Sie liebteeinen guten Jüngling; doch leider war er arm, und ihrstrenger Vater bestand unerbittlich auf seinem Kopfe, ihrseine Einwilligung znr Heirath mit einem Bettler, wie ersich ausdrücktc, zn versagen. Da er sie übcrdieß, wegender ihm mißfälligen Liebschaft, hart behandelte und ihreinen unleidlichen Menschen, der auf seine Geldsäcke pochte,zum Gatten aufdringcn wollte, so entwich sie heimlich undwarf sich in des Klosters schützende Arme.

Aber mit einem Fuße stand sie noch in der Welt, undhatte große Lust, auch den andern wieder hincinzusctzen,wenn etwa noch, während ihres Probejahres, ein günstigerZufall ins Mittel trete, den Starrsinn ihres Vaters zubeugen. Ein so glückliches Ungefähr schien cs ihr, als sievor die Aebtissin gefodert und gefragt wurde: ob sie sich,da sie noch eine halb weltliche Person scp, der von demBischof begehrten, aber für vollendete Klosterfrauen un-schicklichen Arbeit unterziehen wolle. Nach kurzem Beden-ken sagte sie Ja. Welchen geheimen Anschlag ihr Köpfchendabei schmiedete, das haben wir nicht zu untersuchen: dennGedanken sind zollfrei.