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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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wie unser Herr Bischof, der in seinen alten Tagen nochsehr muthwÄig ist."

Nach diesem Selbstgespräche zog sie in Ueberlegung, wasbei dem wunderlichen Vorfälle zu thun sey. In der erstenHitze schoß ihr der wilde Gedanke durch den Kopf: dieschuldlosen Unterkleider mit der Ofcngabcl anzufassen undins Feuer zu werfen. Aber voraussehcnd, daß der Bijchofdieses hochnotpeinliche Verfahren übel vermerken werde,stand sie von ihrem Vorhaben sofort wieder ab und faßteden mildern Entschluß: die Klosterfrauen zn versammeln,ihnen das Ercigniß vorzutragen, und ihre Meinung dar-über zu hören.

Mit den gewöhnlichen Glockenschlägcn zusammen gerufen,erschienen die Nonnen und schlossen eine» Kreis um ihreOberin, die das corpu« llrücti mit einem Tuche bedecktharte.Der Bischof Bonifacius," begann sic,hat unseinen großen Schimpf angcthan, indem er uns ein Klei-dungsstück, dessen Namen eine züchtige Klosterfrau nichtin den Mund, geschweige denn cs selbst in die Hand nimmt,zugesandt hat, damit wir eine daran vorhandene Beschädi-gung,- ausbcsscrn sollen." Mit diesen Worten zog siedas Tuch von der Bescherung hinweg. Die Nonnen stie-ßen alle zugleich einen Schrei des Entsetzens aus und lie-fen davon.

Die Acbtissin rief mit lauter Stimme die Fliehenden zu-rück, indem sie ihnen zugleich die Versicherung gab, daßsie das schwarze Ungeheuer wieder verhüllt habe. Gehor-sam kehrten sie um, hielten die Hand vor die Augen, sahenjedoch, um nicht im Gehen zu fallen, durch die Finger,und stellten sich wieder an ihren vorigen Platz. Nun wardRath gepflogen, wie man sich bei dem seltsamen Verlangendes Bischofs benehmen wolle. Die Mehrzahl der Stimmen,