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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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Morgens um sechs Uhr war der Kuper schon bei demjungen Maler, unterrichtete ihn von allen Vorgängen desvorigen Abends und überreichte ihm den Zettel, der dieKunde des Schatzes enthielt. Gustav war bestürzt, daßAugustens Vater den geheimen Bricswechscl entdeckt hatte,beruhigte sich aber bald, siegelte den ihm übergebenen Zet-tel ein und sandte ihn dem Rechnungsrath durch die Stadt-post ins Haus. Daß dessen natürlicher Sohn genaue Kennt-niß von dem Schatze erhalten, sand der Maler sehr bedenk-lich, weil sich eine unbefugte Schatzhebnng von dem brod-losen Vagabunden allerdings erwarten ließ. Dieser zuvor-zukommen, hielt er für Pflicht.

Er ging zum Polizeidirector, trug ihm die Sache vor,und es wurden zwei Polizeisoldatcn beordert, sich am Abendmit ihm an der Hintcrthür des Nullmann'schen Gartensaufzustcllen und jede verdächtige Person, die ein- oder auS-gehc, zu verhaften.

Abends in der zehnten Stunde kam er mit seinen be-waffneten Begleitern an der Gartcnthür an. Sie war ge-öffnet und nur angelehnt. Im Garten ward gegraben undgeschaufelt. Ungewiß, ob der Rechnungsrath oder ein Frem-der so arbeite, hielten sie sich still. Endlich sahen sie jemandmit einer Laterne den Garten entlang kommen, und so-gleich entstand das dumpfe Geräusch eines Kampfes, dassich aber nach einigen Minuten wieder verlor. Die Sol-daten öffneten jetzt die Thür, um zu sehen, ob vielleichtgar ein Mord geschehen sep. Da kamen ihnen zwei Kerlentgegen, die ein Kästchen trugen und damit entwischenwollten. Es war Rullmanns natürlicher Sohn, und seinGehülse ein berüchtigter Gauner. Man bemächtigte sichihrer und nahm ihnen die Beute ab. Im Garten fandman den Rcchnungsrath mit gebundenen Händen und Füßen