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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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und einen Knebel im Munde. Gustav befreite ihn vonseinen Banden und übergab ihm das Kästchen.Ha-ben Sie Dank, mein junger Freund!" sprach er gerührt.Sie waren mein Retter! Besuchen Sie mich morgenfrüh in meiner Wohnung und erklären mir freimüthig,welche Belohnung ihnen die angenehmste sepn wurde."

Gustav ging hin, fand ein nettes Frühstück und wardvon Augusten mit freundlicher Schüchternheit bedient. Aucher hatte in Gegenwart des Vaters keinen Mnth, traulichmit ihr zu sprechen. Der alte Herr war aber sehr heiterund zum Scherzen aufgelegt.Meine alte Sabine," hober an,sprach einmal, als ich ihr wegen ihrer Aengstlich-keit über eine gemalte Brieftaube einen Verweis gab, denbösen Wunsch aus, daß ich einst die Liebesbriefe an meineTochter selbst tragen müßte! Nun, wahrlich, dieser Fluchist in Erfüllung gegangen! Ich könnte'darüber ein billi-ges Donnerwetterchen losbrichen lassen; ich will aber dieWolken, die sich in meinem Kopfe sammeln, zerstreuen unddie heitre Luft des heutigen Tages nicht trüben. MeineTochter hat mir Ihre Briefe, Herr Wcndelin, vollständigausgeliefert, und ich habe Sie daraus als einen verständi-gen und gutdenkcnden Mann kennen gelernt. Ich würdedaher ans Dankbarkeit Ihrer geheimen Verlobung mitAugusten meine väterliche Zustimmung erthcilen, wenn nurGott wollte, daß Sie Ihrem wcrthen Namen irgend einWelchen beifügen könnten."

Würde wohl ein Hofmaler Ihnen genügen?" fragteGustav.

O ja! das Wörtchen Hof klingt mir sehr lieblich."

Nun, so habe ich die Ehre, Ihnen meine Ernennungzum Hofmaler zu melden und das darüber empfangene,

Limolicin'S ft'mnutl. Schr. VIII. Bd. 10