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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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wundcrung, daß Herr Nullmanu das wichtige Papier nichtvorsichtiger aufbcwahrt hatte.

Bald darauf ward der Kuper i» die Weinstube gerufen.Man fragte ihn, was für Händel es draußen gegeben habe.Der junge Mensch, über die erlittene Mißhandlung höch-lich erbittert, erzählte ohne Rückhalt den ganzen Verlauf,den wir kennen, und verschwieg am Ende auch nicht, daßein aus dem Stockknopf hcrvorgekommcncr Zettel demRechuungSrath einen vergrabenen Schatz entdeckt und erdieses erfreuliche Blatt im hastigen Enteilen aus der Tascheverloren habe.

Zwanzig Hände griffen begierig nach dem Papiere, daser in der Hand hielt. Einer der Gäste erbot sich, um dieganze Gesellschaft zugleich zu befriedigen, es laut abzule-sen, und er las:

Rotansum!

Mein Gedächtniß ist ein Sieb ich muß alles, wasnicht durchfallen,soll, mit Feder und Tinte befestigen.Darum zeichne ich hier auf, daß ich wegen der bisheri-gen trübseligen Kricgsläufte und dabei häufig vvrfal-lendcn Plünderungen meine ganze bewegliche Habschaftzu Geldc gemacht, die gclöscte, beiläufig zwanzigtau-seud Neichsthalcr betragende Summe, in Gold undStaatspapiercn, in ein eisernes Kästlcin verschlossenund solches in meinem Garten vergraben habe. Esliegt unter dem großen Birnbäume, sechs Schritte vonder hintern Gartenthur, die nach dem Entcngäßleinhinaus geht. Diese Nachricht verberge ich, damit sienicht in untreue Hände komme, in den Knopf meinesdicken Stockes, den ich mir, anstatt des verkauften spa-nischen Rohres mit goldenem Kopf, habe fertigenlassen, und der so schlechten und ungeschickten Ansehens