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cheu Gemälde - Ausstellung, die eben ihren Anfang genom-men, öffentlich zeigen. Das that er mit dem besten Er-folg. Die cmziehende Schönheit des mit Fleiß und Liebegemalten herrlichen Kopfes, der einem Madonncnbilde glich,ward allgemein bewundert, und der Künstler bekam vonallen Seiten Bestellungen, die er meistens ablehnte, umseine Zeit, die er zu Studien berühmter Meisterwerke an-wenden wollte, nicht von der Bildnißmalcrei ganz aufzch-rcn zu lassen. Er ward auch nach Hofe berufen, underhielt dort den Auftrag, zwei junge Prinzessinnen zu ma-len. Die Bildnisse gelange» zur Zufriedenheit und Freudedes ganzen Hofes so trefflich, daß ihn der Fürst, nachreichlichem Ehrcnsolde, noch auffordcrtc, sich eine Gnadezu erbitten. Er bat um den Titel eines Hofmalers, mitder bescheidenen Erklärung: daß er sich zwar dieser Ehrenicht würdig achte, aber sie darum wünsche, weil sie seinevorhabende Verbindung mit der Tochter eines angesehenenMannes erleichtern würde.
Bald nachher nahm die bisher mit dem besten Glückfortgegangenc Stabpost ein trauriges Ende. Gustav hattevon seiner Verlobten ein höchst angenehmes Briefchen em-pfangen. Die Antwort ließ sich nicht kurz sassc», und sogeschah cs, daß er damit später als gewöhnlich ins Wein-Haus kam, um sic der zurückgehenden Post zu übergeben.
Der Küpcr hatte bemerkt, daß der. Rechnungsrath seinVicrtclfläschchcn, das er sich täglich zukommen ließ, beinahegeleert hatte; und da er dann immer ohne Verzug auf-stand, ins Kabinet, wo sich der Kuper gewöhnlich aufhielt,rasch eintrat und seinen Stock verlangte: so besorgte Jener,daß er den jungen Maler, der sich von ihm nicht sehenlassen wollte, erblicken und Argwohn schöpfen könnte Dar-um bat er den Künstler, schnell wegzugehen und sich dar-