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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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was vergessen hat;" sagte Auguste, die cs dem junge»Maler abmcrkte, daß er Sabinen gern aus dem Zimmerentfernt hätte.

Toll genug! Da must ich doch hinaus!" sprach dieAlte und wackelte fort.Malen Sic indessen recht fleißig,junger Herr! Ich bin, wie man eine Hand umkchrt, wie-der hier."

Sobald sie hinaus war und Gustav sie von der Thurhinwegschlarfcn hörte, sprang er auf, drückte Augustenein Briefchen in die Hand und flüsterte zugleich:Theuersic,verbergen Sie das Blättchen geschwind, und lesen Sie es,wenn Sie allein sind!" Uebcrrascht nahm sie dasBriefchen an und verbarg cs. Gustav zog sich schnellan seinen Ort zurück, und kaum saß er, als Sabine her-ein trat und sagte:Ihr kleiner Bedienter, Herr Wcnde-lin, war der große Flegel, der so toll an der Glocke riß.Er wartet draußen und will Sic sprechen."

Gustav ging hinaus und fertigte den Burschen ab.

Das heimliche Briefchen enthielt eine zärtliche Liebeser-klärung. Der Erzähler hat sie nicht gelesen; und da erdie schönen Jahre, in welchen man Liebesbriefe zu schrei-ben Pflegt, weit hinter sich hat, so findet er sich auch nichtmehr geschickt, ein solches Sußbricfchcn zu dichten, undkann folglich diese Gcschichtslücke nicht ausfüllen. Nur soviel erfuhr er, daß Gustav, nach den feurigsten Ergießun-gen seines flammenden Herzens, die Zubereitung des vä-terlichen Stabes zu einer täglichen Briefpost Augusten be-kannt machte, und sie ersuchte, die Anstalt cinzuweihen,ihn noch heute mit einer freundlichen Antwort zu beglückenund sie in die Höhlung des Stabes zu legen, wo er sieim Weinhausc finden, heimlich heraus langen und sogleichauf demselben Wege wieder beantworten werde.