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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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und lege zu Ihrer vollkommenen Sicherheit sechs Louisd'orzum Unterpfands hier nieder. Diese sind verfallen, wennich nur eine Minute über die bedungene Zeit ausblcibe.

Bring' ich aber den Stock pünktlich und unversehrt zu-rück, so empfangen Sie für die mir zugcstandcnc Erlaub-niß von dem Pfandgelde zwei Louisd'or."

Diesen Vorschlag ließ sich der Küper gefallen, und Gu-stav eilte durch die Hinterthür, die ihm den Weg durchdic Weinstube ersparte, in seine Wohnung.

Hier lag schon ein Hohlbohrer bereit. Damit höhlte erdas Fußende des Stocks einen halben Finger lang vorsich-tig aus, daß man einen zusammen gerollten Zettel von fei-nem Papier bequem hineinlegen konnte. So gab er denStock zu rechter Zeit zurück, und der Küper, der keine Be-schädigung daran wahrnahm, steckte die dabei gewonnenenzwei Goldstücke vergnügt in die Tasche.

Der folgende Tag war bestimmt, daß der Maler seineArbeit an Augustens Bildnisse sortsetzen sollte. Er ver-mnthete, daß Sabine abermals den Vorsitz dabei habenwürde. Es lag ihm daran, sie eine Minute lang vonihrem Posten hinweg zu bringen; er befahl dcßhalb, alser von Hause wegging, seinem Jockei, daß er nach Ver-lauf einer Stunde an der Wohnung des Rechnnngsrathesdie Klingel stark ziehen und, nach erfolgter Ocffnung desVorhauses, bitten solle, seinen Herrn herauszurufcn.

Der Knabe zog die Glocke so stürmisch, als brenne dasHaus. Sabine fuhr auf:Welcher Flegel reißt so an derGlocke? Gerade, weil er so lärmt, mach' ich nicht auf."

Sie setzte sich wieder. Aber bald tönte die Glockenoch stärker.Potz Hagel! der Bengel will's erzwingen;ich thu' ihm aber seinen Willen durchaus nicht."Eskönnte wohl aber auch mein Vater sepn, der vielleicht et-