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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Nun, was wollen Sie deßhalb Lei mir? Ich bin nichtGallcric-Inspektor."

Das ist mir bekannt, und ich will auch blos die Ehrehaben, einen Brief meines Vaters zu überreichen."

Herr Nullmann riß den Brief auf, sah flüchtig hinein,steckte ihn die Tasche und sagte:Ich habe jetzt nicht Zeit,mich über das sonderbare Verlangen zu erklären. Kom-men Sie heute über acht Tage auf die Ncchnungskammer.Da will ich mit Ihnen sprechen."

So endigte sich die Audienz auf der Treppe. Das ge-liebte Mädchen sah Gustav nicht. Nur die alte Haushäl-terin Sabine stand oben am Vorsaal und behorchte daskurze Gespräch, war aber sehr verdrießlich, daß sic unbe-friedigt abziehen mußte, ohne den Inhalt des Briefes zuerfahren.

Am achten Tage nachher erschien Gustav ans der Rech-nungskammer. Der Herr Rath empfing ihn kalt und fin-ster, und sagte:Sie sind also ein Maler? Ich wun-dere mich über Ihren sonst sehr verständigen Herrn Vater,daß er Sie zu keinem tüchtigen Geschäfte, bei dem sichBrod und Ehre gewinnen läßt, erzogen und angehaltenhat. Ich bitte Sie, was ist ein Maler und was nutzt erdem Staate? Er treibt eine unsichere brvdlosc Kunst, er-hält weder Titel noch Orden, und gilt daher nichts, garnichts in den Augen solider und angesehener Geschäfts-männer."

Gustav hatte Lust, derb zu antworten, zwang sich aberzum Schweigen, weil der unhöfliche Philister AugustcnsVater war.

Ihr Vater ersucht mich," fuhr der solide Geschäftsmannfort,daß ich Ihnen erlauben möge, meine Tochter zumalen. Eine sonderbare und harte Zumuthung! Ich bin