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bin ich, wcnn's zu Deiner Vervollkommnung dient, zudiesem Opfer bereit."
Dankbar und freudig küßte ihm Gustav die Hand.
„Auch ich danke, bester Vater'!" sagte nach vvrgängigerVerabredung die Schwester, die bei jenem Gespräche zu-gegen war. „Ich gewinne bei Gustavs Reise in die Haupt-stadt einen Schatz, den er dort heben und mir zusenden soll."
„Was erwartest Du von dort?" fragte der Vater.
„Das Bildniß meiner Freundin Auguste, das meinBruder für mich malen und mir zu meinem Geburtstageschenken soll."
„Gern wollt' ich Dir diese Freude machen," sagte Gu-stav, „es wird aber unmöglich sepn. Du kennst den arg-wöhnischen Nechnungsrath; wie könnt' er sich überwinden,mich mehrmals Stunden lang Augusten gegenüber sitzenund ihr in die Augen sehen zu lassen?"
„Es wäre freilich ein halbes Wunder," sagte die Schwe-ster: „doch steh' ich dafür, daß es sich durch einige Brief-zeilen von der Hand nnsers guten Vaters bewirken ließe."
„Dacht' ich's doch, daß ich noch endlich den gedrehtenBolzen verschießen müßte! Das machen die Kinder jetztmit ihren Vätern nicht anders." —
Die Geschwister freuten sich, daß die unter ihnen ab-gekartete Sache auf so gutem Wege war. Gustavs Ab-reise erfolgte in den nächsten Tagen.
Als er den Brief seines Vaters in der Hauptstadt über-geben wollte, kam ihm der Nechnungsrath, im Ausgehenbegriffen, auf der Treppe entgegen. „Was führt Sie hie-hcr? sprach er kurz und unfreundlich.
„Das Bedürfnis! meiner Kunst, die Meisterwerke derhiesigen Bildergalleric zu studiren."
Langbein'S sämmtl. Schr. VUl. Bd.
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