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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
124
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Der junge Maler

Der Nechnungsrath Tobias Null mann trug, wenner ausging, einen häßlichen, dicken, plumpen Stock, hattedagegen eine schöne, schlanke, niedliche Tochter, die er aberselten oder nie ausgehen ließ. Der unförmliche Stab, einErbstück, hatte für ihn einen gchejmnißvollcn Werth, weilsein Vater, indem er plötzlich vom Schlage getroffen ward,mit gelahmter Zunge den Stock verlangte, ihn seinemSohne in die Hand drückte und sich vergebens bemühte,einige Worte, die er nur unverständlich lallen konnte, deut-lich zu sprechen. Er zeigte mit zitternder Hand nach Schreib-zeug und Papier; als es ihm aber gebracht wurde, thater den letzten Athemzug und verschied.

Sei» Sohn, der vormals zehn Zahre lang in der Pro-vinz lebte, hatte den seltsamen Stock in früherer Zeit nichtgesehen; er war erst während seiner Abwesenheit ein Ei-genthum des Vaters geworden. Es ließ sich nicht ergrün-den, worin das Verdienst des Stabes bestand, daß seinBesitzer noch am Rande des Grabes seiner gedachte undihn seinem Sohne so dringend empfahl. Er war sammtdem Knopfe, der die Gestalt einer Krücke hatte, aus ge-