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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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kennte. Er mußte sich nun seine Kleider selbst ausklopfcnund die Schuhbürste handhaben.

Bei dieser Beschäftigung überraschte ihn am dritten Tagedie kleine Prinzessin. Wir crricthen cs längst, daß siecs war, die ihn, wie schon früher ihre Gäste im Wald-schloffc, bezaubert hatte: dennoch heuchelte sie Erstaunen,ihn bei so niedrigen Arbeiten zu finden. Er gestand offen-herzig, daß ihn das unter seinen Hoflcutcn ansgebrochcneWahrheitsficber in diese Lage verseht habe. Lächelnd fragtedie Prinzessin:Was gewährt Ihr mir dafür, wenn ichEure Dienerschaft wieder gesund mache?" Freudig erboter sich zu Allem, was sie verlange. Sie forderte: daß erdie Verbindung seines Thronerben mit der Gräfin HeleneWildcnfels auf der Stelle genehmigen solle. Er ging sehrschwer daran, in diesen sauer» Apfel zu beißen; da ihmjedoch der Holzapfel der Wahrheit noch sauer schmeckte, sogriff er nach jenem, und sandte schleunig zwei Hofwagcnab, um Helenen aus der Mühle und den Prinzen von derFestung zu holen.

Und als sie nun, nach Verlauf weniger Stunden, vorihm standen und er ihre Hände in einander gelegt hatte,stürzte unaufhaltsam eine Schaar von Hoflentcn in's Zim-mer und schmeichelte ihm um die Wette.Seht, ich habedas kranke Völkchen geheilt!" sagte die Zwergin zum Kö-nig. Hierauf wandte sie sich zur Braut:Meine Dank-pflicht ist erfüllt. Der Geist deines guten, gefühlvollenVaters ruh' auf dir und scp glücklich!"

Damit verschwand sie.