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Das machte dem Prinzen Hoffnung, daß seine Brautwahlohne Schwierigkeit die väterliche Genehmigung erhaltenwerde. Er eilte daher getrost nach der Hauptstadt zurück.
ES ging aber nicht so, wie er dachte. Der König, derseinen erschütterten Thron durch ein Familienbündniß miteinem mächtigen Fürstenhause befestigen wollte und seinenvormaligen Liebling längst vergessen hatte, schlug des Kron-prinzen Gesuch rund ab. Dieser, auf seine Bitte behar-rend, stellte vor: er sey nicht verpflichtet, die Neigung sei-nes Herzens dem Moloch der Staatskunst zum Opfer zubringen. Darüber entstand zwischen Vater und Sohn einheftiger Zwist. Der Letztere verging sich mit Worten, unddas Ende vom Liede war, daß ihn der zornige König ver-haften und auf eine Festung bringen ließ.
Kaum hatte das der Zwergprinzcssin ihr kleiner Fingergesagt, so begab sic sich nach Hofe, machte dem Königihre Aufwartung, und bot die möglichste Beredtsamkcit auf,ihm das verweigerte Jawort abzuschwatzen. Er wider-stand aber wie ein Fels, und setzte zuletzt den fürstlichenRang der hohen Vermittlerin so ganz aus den Augen, daßer ihr mit unhöflichen Worten die Thür wies. „Nun,nun, ich gehe schon;" sagte sie: „doch will ich's wohl da-hin bringen, daß Eure Majestät längstens in drei Tagenzum Kreuze kriechen." Ein schallendes Gelächter war seineAntwort.
Bald darauf erzählte er einem vertrauten Höfling, derzu ihm kam, die rauhe Abfertigung der Prinzessin, undwar, wie immer, des vollkommensten Beifalls gewärtig.Der Hofschranz, der Lei jeder Gelegenheit den Honig der