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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Tochter von der Sache sprach, trat der junge Sänger inderselben Kleidung, die er bei dem durch seine Kunst be-lebten Gastgebote trug, in die Stube und rief munterund fröhlich:Guten Tag, meine Freunde! Kennt Ihrmich noch?"

Helene schrack erreichend ans; Vater und Mutter empfin-gen ihn mit scheuer Höflichkeit.

Es ist Zeit, mich Euch zu erkennen zu geben;" sagteder Jüngling.Dieses Gewand, das ich heute noch ein-mal anlegte, um Euch auf der Stelle bekannt zu sepn,war eine Verlarvung, unter welcher ich, den Feinden un-verdächtig, die Gesinnungen des Volks gegen meinen ab-wesenden Vater erforschte. Ich bin der Sohn des Königs. Erschrick nicht, geliebte Helene! Ich halte Dir ge-treu, was ich als Harfner versprach: ich erkläre Dich hier-mit zu meiner Braut."

Das ist brav!" rief die Zwergprinzessin, die Plötzlich,als wäre sie wie ein Sonnenstrahl zum Fenster hereinge-kommen, mitten unter ihnen stand.Des Herrn VatersMajestät," fuhr sie fort,werden sich freilich ein wenigsperren; aber sagt dem alten Herrn nur, daß Eure Brautkeine Müllerstochter, sondern eine Gräfin Wildenfels sey;und will er's nicht glauben, so beruft Euch auf mich: ichweiß alles genau und kann es beweisen."

Der Prinz sah die kleine Person, die so zuversichtlichsprach, mit Verwunderung an, und erbat sich ihren wel-chen Namen. Sie nannte fich und versicherte, daß ihr Va-ter, ob er gleich keine Gesandten an andere Höfe schicke,ein sehr mächtiger Fürst der Unterwelt ftp. Dann erzähltesie die Ermordung des Grafen Wildenfels mit allen darausentstandenen Folgen. Der Prinz erinnerte sich des Grafenrecht wohl. Er war ein Günstling des Königs gewesen.