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andern ward der kleine Fähnrich einEndchenvon einemSoldaten, und der entgürtete Landjunkcr ein Herrvon Nirgendheim gescholten. Bald aber schimpftensie sich ernsthaft. Alle Schändlichkciten, die einer von demandern wußte, kamen unverholcn zur Sprache. Das ge-schah zwar immer noch eine Weile mit lachendem Munde;doch endlich sprangen sie von den Stühlen auf und fieleneinander in die Haare. Nur der Fähnrich entehrte sichnicht mit dieser gemeinen Katzbalgerei: er zog den Säbel,und schwor bei allen Teufeln, den in Kochstucke zu zer-hacken, der ihn anrühren würde. Diese furchtbare Dro-hung schreckte jedoch so wenig, daß er gerade der Erstewar, den man zur Thür hinaus warf. Schlag auf Schlagbeförderten sich die Uebrigcn eben dahin. Hildemar alleinblieb unangetastet, weil er sich in den unsinnigen Streitmit keinem Worte gemischt hatte.
Sobald sich Jene sämmtlich auf der Straße befanden,erwachten sie wie aus einem Traume. Einer fragte denandern: warum haben wir uns geschlagen? Jeder behaup-tete mit schrecklichen Eidschwüren: cs sep kein böses Wortaus seinem Munde gegangen; er habe mit seinen wcrthenFreunden nichts als Liebes und Gutes gesprochen. Zuletztglaubten sie bezaubert gewesen zu sepn, und herzten undküßten einander.
In diese allgemeine Umarmung wollten sie auch denMühlmeister mit einschließen, als er aus dem Waldschlosseheraus trat. Er wies sie aber zurück und sagte mit kräf-tiger Stimme: „Weichet von mir, und keiner unterstehesich hinfort, sich meiner Schwelle zu nahen!" Darauf be-stieg er mit Weib und Kind seinen Wagen und verließdie bestürzte Gesellschaft.