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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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hob einen Fuß auf und zeigte damit auf einen Fleck, wocs noch nicht rein genug war. Da hüpfte der gehorsameBesen sogleich herbei und fegte die Stelle. Zuletzt machteer noch verschiedene Lustsprunge nach der Decke hinauf, umdie hcrabhangendcn Spinnengcwebe wegzuhaschen. Mitdem allen fertig, trat er ab, und der Eimer humpelte vonselbst hinten drein.

Die Eule beschaute sich jetzt, wie ein gefallsüchtiges Mäd-chen, in einem Spiegel, putzte sich nach ihrer Art, sprangdann auf das Fenster, vor welchem Helene stand, und riefmit einer angenehmen Stimme der Fliehenden zu:Bleibda, liebes Kind! Was läufst du vor einer wvhlmepnendenFreundin? Ich habe dich heute hier erwartet, um mit dirüber wichtige Dinge zu sprechen. Komm herein!"

Voll Erstaunen, einen Nachtvogel so menschlich und ver-nünftig sprechen zu hören, wußte Helene nicht, ob sie sichmit der vorgeblichen Freundin in eine Unterredung cin-laffcn oder ihre Flucht sortsctzcn sollte. Indem sie, stillstehend, darüber mit sich selbst kämpfte, ging das Schloß-thor auf, die Eule trat heraus, und nvthigte sie mit denfreundlichsten und traulichsten Worten hinein. Nun faßtesie Muth, der seltsamen Einladung zu folgen.

Als sie auf einem Stuhle Platz genommen und die Eulesich auf einem andern neben ihr niedergelassen hatte, be-gann diese :

Ich bin die Tochter eines Zwcrgkönigs, der in unter-irdischen Klüften und Höhlen ein großes Reich beherrscht.Dreimal schöner, als meine Stiefmutter, war ich ihr dcß-wcgcn verhaßt. Wir zankten uns alle Tage; und als wirLnngbeitt'S sämmtl. Schr. VIII. Bd. 6