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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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tzer; schon Tages vorher zugcneigt hatte, wieder zu sehenund ein so schmeichelhaftes Bekenntniß ans seinem Mundezu hören. Ein freundliches Wort gab das andere. AmEnde erklärte er ihr seine Liebe, und setzte hinzu: sie sollenicht glauben, daß er sic, als ein hcimathloscr Abenteurer,überreden wolle, ein kummervolles Schicksal mit ihm zuthcilen; er werde bald aus seiner gegenwärtigen Dunkel-heit hcrvvrtretcn und ihr ein glückliches Loos bereiten.

Indem er das sagte, kam der Fähnrich von weitem ge-ritten, sah die jungen Leute beisammen sichen, entbranntevor Eifersucht, und strampelte mit beide» Beinen, um seinenabgelebten Gaul in Galopp zu setzen. Das alte Thiermachte auch wirklich einen schwachen Versuch; aber nachzwanzig steifen Sprüngen war cs schon erschöpft und stürztezu Boden. Der Reiter schoß weit voran in den tiefenSand der Rennbahn, wo er zum Glück eine gastfreund-liche Aufnahme fand und keine» Schaden erlitt. Doch lager in den ersten Augenblicken ohne Bewegung, als ob ernimmer wieder ausstehen wollte.

Helene und der Harfner eilten ihm bestürzt zu Hülfe.Er war durch seinen Fall so gevcmüthigct, daß er sich vonihnen ausrichtcn ließ, ohne nur mit einer Miene seinenUnwillen gegen sie zu vcrrathcn. Als er aber wieder aufden Beinen stand und sich gesund fühlte, sah er das Mäd-chen starr und sträflich an und sagte:Es ist nicht fein,wenn Jungfrauen die gebührende Zucht und Ehrbarkeitaus den Augen setzen und auf öffentlicher Straße mitLandstreichern kosen."

Hütet Eure Zunge!" sagte der junge Mann mit Ernstund Würde.Sonst werd' ich dereinst für jedes Wort,womit Ihr die edle Jungfrau oder mich beleidiget, Re-chenschaft fordern."