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„Weil ich," antwortete der Harfner, „höchlich erstaune,einen Kriegsmann hier zn finden, da doch jetzt das ganzeHeer im Felde steht, nm das Vaterland des Feindes Hän-den zn entreißen und den verdrängten König wieder aufden Thron zu setzen."
„Was will Er damit sagen?" versetzte schäm- und zorn-roth der Fänncr. „Ich thue für König und Vaterland ingeheim so viel, als das ganze Heer: wie das aber geschieht,das will und kann ich nicht an die große Glocke schlagen."
Die Tischgcnosscn lächelten Lei Seite über diese Aufschnei-derei; der Harfner hingegen sagte ernsthaft: „Wenn demso ist, mein Herr, so bezeuge ich Euch, als einer Stützedes Thrones, meine Achtung."
„Das wollt' ich mir auch ausbittcn!" brummte Jener.
„Die übrigen Anwesenden," fuhr der Harfner fort, „sindohne Zweifel eben so treue Anhänger des Königs: darumhoff' ich, daß sie insgesammt ein Lied von den Schicksalendes unglücklichen Fürsten mit Antheil aufnehmen werden."
Einstimmig verlangte man das Lied. Der Harfner truges mit einem so innigen Tone vor, daß alle Herzen derZuhörer, die doch meistens kalte Menschen waren, dadurcherwärmt wurden. Der Gesang schloß mit der Auffor-derung: dem vertriebenen Landesherr» treu zu bleiben,und sich nicht durch des Feindes Ränke von ihm abwendigmachen zu lassen. Gerührt und begeistert riefen Alle demKönig ein Lebehoch, und gaben einander die Hände dar-auf, ihm anzuhangen bis in den Tod.
Der Harfner, dem diese lebhafte Thcilnahme gefiel, sangnun andere Lieder, und zuletzt eins zum Lobe der Frauen.Es war natürlich, daß er das schöne Mädchen dabei ansah.Aber Herr Eule gricßgramte darüber, ohne daß er je-doch den Muth besaß, seinen Ingrimm gegen den jungen