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Fänuer lachte in's Fäustchen, daß sich seine Nebenbuhlerso vergebens in Unkosten setzten. Ihm allein konnte ja,nach dem Buchstaben der Prophezeiung, die Braut nichtentgehen.
Eines Tages gab der Mühlmcister, »m Gleiches mitGleichem zu vergelten, den sämmtlichcn Herren, die ihnbcwirthet hatten, einen Schmaus und lud auch den Fän-ncr dazu ein, ungeachtet dieser nicht für nöthig befundenhatte, sich gastfrei zu zeigen.
Indem die Gesellschaft lustig und guter Dinge war, er-schien ein Harfner, der um Erlaubniß bat, sich hören zulassen. Es war ein Jüngling von edler Gestalt und an-genehmer Gcsichtsbildung. Auch sein Gewand, ein feinessilbergraues Wamms und kurzer rother Mantel, zeichneteihn vor dem gewöhnlichen Schlage der damals häufig wan-dernden Spiclleute vorthcilhaft aus. Es war dem Mühl-meistcr erwünscht, daß sich eine Gelegenheit fand, die un-artigen Tischgespräche seiner schon halb berauschten Gästedurch Musik zum Schweigen zu bringen. Er ließ daherdem Harfner einen Stuhl setzen, reichte ihm einen BecherWein und forderte ihn auf, die Gesellschaft zu unterhalten.
Der Jüngling »ahm Platz, begann ein Borspiel undübersah zugleich mit bescheidenen Blicken die Tafel. Diemännlichen Gestalten zog er wenig in Betrachtung; aberauf Helenen ruhte sein Auge so gefesselt, daß er sich undsei» Spiel darüber vergaß und die Hände in den Schsoßsinken ließ.
„Frisch, frisch, junger Mensch!" rief der eifersüchtige,neben Helenen sitzende Fähnrich. „Warum erstarrt Er aufEinmal und klimpert nicht weiter?"