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Mühle, wo er schon in frühem Zeiten bisweilen gewesenwar. Seine Anknnft erregte Befremden, weil man sogleichan die Prophezcihung dachte. Da er aber, bei Wahrneh-mung der großen Augen, geschwinde vorgab, daß er nurim Vorbcircitcn ein wenig hier ansruhen wolle, so warer willkommen. Er sprach nun, wie gewöhnlich, von sichselbst, rühmte sich freundschaftlicher Verbindungen mit gro-ßen Herren, die ihn nicht kannten, prahlte mit Reichthü-mern, die er nicht besaß, und nannte sich immer beimdritten Wort dieser Lügen einen ehrlichen deutschen De-genknopf.
Als er den Eltern nach seiner Meinung hinreichendenStaub in die Augen geblasen hatte, sagte er dem Mäd-chen, das ihm über alle Maßen gefiel, tausend Schmeiche-leien und gaukelte, wie ein junger, verliebter Fähnrich, inder Stube herum. Diese gewaltsame Beweglichkeit desrunden, bleiernen Körpers war so drollig, daß sich Helenedes Lachens nicht enthalten konnte. Er nahm das fürBeifall und ritt mit dem Glauben, seine Sache trefflichcingeleitet zu haben, nach Finkcnberg zurück.
Dort sprach er in der geschloffenen Abendgesellschaft,deren Mitglied er war, mit schwärmerischen Lobeserhebun-gen von Helenen, und rühmte sich, er habe das Glückgehabt, ihr zu gefallen. Einige Wittwer und alte Jung-gesellen, die dabei saßen, horchten hoch auf. Den Mühl-meister kannten sie alle; aber seine Pflegetochter, die seltenin die Stadt kam, hatten sie nur flüchtig gesehen und we-nig beachtet. Doch jetzt, da so viel Wesens von ihr gemachtwurde und die Herren meistens Lust hatten, eine anmuthigeund vorthcilhafte Heirath zu thnn, so faßten sie in der Stilleden Vorsatz, dem feurigen Lobredncr wo möglich den Rangabzulauscn und das feine Liebchen, sammt der ansehnlichen