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-er Flügelschwung eines großen Raubvogels klang. Hil-demar erschrack; doch da er nichts weiter sah und hörte,schloß er die Thür hinter sich zu und stieg mit seinemFunde die Treppe hinauf.
Das kinderlose Ehepaar vereinigte sich sogleich, das kleineWesen so lange, bis cs seine Eltern vielleicht abfordernwürden, als ihr eigenes Kind zu behandeln. Es war einMädchen, kaum ein Jahr alt und nach allem Anschein vonvornehmer Herkunft. Das Bett war von Seide, das Lei-nengeräth äußerst fein und mit dem Namen Helene undeiner Grafcnkronc bezeichnet.
Den weltklugen Leuten schien es rathsam, die wunder-bare Begebenheit nicht bekannt werden zu lassen, weil einendloses ärgerliches Geschwätz darüber voraus zu sehenwar. Das Hausgesinde hatte den Vorfall glücklicher Weiseverschlafen; Verheimlichung war also möglich, und sie fin-gen es klug an, den jungen Gast ohne bedeutendes Auf-sehen in ihr Haus einzuführen. Sie ließen in der Mor-gendämmerung den Reisewagen bespannen und sagten zuihren Dienstlenten: sie wollten Verwandte besuchen. DerFündling ward in einem bedeckten Korbe in den Wagengebracht; Hildemar lenkte selbst das Gespann, und dieReise ging fort. Unter Weges verschafften sie der Kleineneine geringere Bekleidung, fuhren dann zu den Verwand-ten und gaben vor: sie hätten einer Straßenbettlerin, diemit mehrern Kindern hernmgezogen, das Mädchen wegenseines hübschen Ansehens abgenommcn, um es als ihr ei-genes Kind zu erziehen. Bei dieser Rede blieben sie auchnach ihrer Heimkehr, und Jedermann glaubte ihnen.