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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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nicht länger bleiben wolle, und fuhr mit Mutter undSchwester nach Hilgcndorf zurück.

7.

Am diese Zeit kam der einzige Sohn der verwittwctenGutsherrin, der junge Graf Roderich, der zwei oderdrei Jahre als Husaren-Lieutenant gedient hatte, in seineHcimath zurück. Er war von dem zweiten Sohne desregierenden Fürsten, dem Prinzen Hannibal, bei einerWaffcnübung empfindlich beleidiget worden, und hatte dcß-halb seinen Abschied genommen. Schon vor seinem Ein-tritt in Kriegsdienste war Helene sein Liebling; jetzt saher das damalige Kind «zu einer Jungsrau von blenden-der Schönheit erwachsen, und fühlte die Macht der erstenLiebe. Er mußte jedoch diese Empfindungen vor seinerhöchst ahncnstolzen Mutter sorgsam verbergen.

An einem freundlichen Herbsttage erhielt Helene von ei-ner Freundin, der Pfarrcrstochter des nächsten Dorfes, eineschriftlichen Einladung zu einer Kaffeegesellschaft. Derkurze Weg führte durch ein schattiges Wäldchen. Sicging zu Fuß; ihr Vater begleitete sie. Kaum hattensie tausend Schritte hinter sich, als sie eine mit vier Pfer-den bespannte Kutsche im Wäldchen halten sahen. Indemsie ruhig vorüber gingen, sprangen zwei Männer ausdem Gebüsch, ergriffen Helenen, trugen sie in den Wagenund lackten laut, als sich der Vater mit seinem Wandcr-stabe zur Wehre setzen wollte. Vergebens rief die Ent-führte nach Hülfe; der Wagen fuhr im Galopp davon.

Der unglückliche Vater lief nach Hilgendorf zurück undleuchte die Schloßstusc» hinauf, um den Beistand des jun-gen Grafen zu erbitten; er war mit seiner Mutter aus-